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Elektrolyse + Hydrolyse Elektrolyse + Hydrolyse

Salzwasserelektrolyse + Hydrolyse
Dem Schwimmbadwasser wird etwas Kochsalz zugegeben. Der leichte Salzgehalt sorgt in Verbindung mit einem Salzelektrolyse oder Hydrolyse Gerät für die kontinuierliche Entkeimung des Schwimmbadwassers. Es muss keine "Chemie" zugegeben werden. Das zur Desinfektion notwendige "Chlor" und/ oder "Ozon" erzeugen die Geräte intern.  Die Hydrolyse Geräte produzieren primär das sehr wirksame Ozon (O³),  welches aber sehr schnell wieder zu Sauerstoff zerfällt. Zusätzlich wird etwas "Chlor" erzeugt, welches stabiler ist und die Desinfektion auch bei ausgeschalteter Pumpe übernimmt.

Schwimmbecken Desinfektion mit Salzwasser-Elektrolyse

In Ländern wie Australien und Südafrika, werden seit Jahren 70 bis 80 Prozent aller Schwimmbad-Becken mit Salzwasser-Elektrolyse-Anlagen zur Wasser­pflege ausgestattet. Auch in unseren Breiten erfreut sich diese Desinfektionsmethode zunehmender Beliebheit, denn die Salzwasser-Elektro­lyse hat teilweise gravierende Vorteile gegenüber dem Einsatz von konventionellem Chlor in Form von Tabletten, Chlorlauge oder Chlorgas.

Die Salzwasser-Elektrolyse ist ein Prozess, bei dem mithilfe elektrischen Stromes eine chemische Reaktion ausgelöst wird. Voraus­setzung ist ein leichter Salzgehalt im Schwimmbad-Wasser von 0,3 bis 0,5 Prozent. Dafür wird dem Badewasser einfach etwas handelsübliches Stein- oder Meersalz zugegeben. Salz ist, chemisch gesehen, Natriumchlorid, welches durch die Salzwasser-Elektrolyse in seine Be­stand­­teile Natrium und Chlor aufgespaltet wird. Das auf diese Weise freigesetzte Chlorgas ergibt unter teilweiser Dis­so­zi­ation mit dem Schwimmbad-Wasser eine physikalische Lösung (ähnlich wie die Gas­bläs­chen in einer Flasche Mineral­wasser) und wirkt fortan als starkes Oxidationsmittel.

Geschlossener Stoffkreislauf
In einem Salzelektrolysegerät entsteht das desinfizierende Chlorgas in einer speziellen wasserdurchströmten Reaktionszelle, die mit titanbeschichteten Platten ausgestattet ist und hinter die Umwälzpumpe in den Wasserkreislauf des Schwimmbad-Beckens geschaltet wird. Das hiermit elektrochemisch erzeugte Chlor tötet noch in der Zelle unerwünschte Bakterien und Algen weitgehend ab. Nach getaner Arbeit rekombinieren sich das Chlor sowie die zurückgebliebenen Natriumionen wieder zu dem Salz, aus dem sie entstanden sind, es entsteht ein geschlossener Stoffkreislauf.

Diverse Vorteile
Die Salzelektrolyse hat gegenüber anderen Desinfektionsverfahren mehrere Vorteile. Einmal kann mit dieser Technologie auf die Lagerung von chlorhaltigen Chemikalien wie Tabletten, Chlorgas oder Chlorlauge verzichtet werden, was einen erheblichen Sicher­heitsgewinn darstellt. Zweitens erfolgt die Entkeimung vollautomatisch und komfortabel, der Wartungsaufwand sinkt erheblich. Trotzdem ist die Desinfektionsleistung hoch. Das ist ein großes Plus, vor allem für Ferienhäuser und Schwimmbad-Becken, die nicht oft gewartet werden können. Zudem ist es möglich, die Elektrolyseanlagen mit automatischen Regelsystemen zu kombinieren, die je nach Umweltbedingungen (Temperatur, Sonnen­ein­strahlung und Badebetrieb) die Chlor­pro­duk­tion elektronisch steuern und vollautomatisch den Bedürfnissen des Badewassers anpassen. Drittens breitet sich an einem Schwimmbad mit Salz­wasser­elektrolysetechnik kein typischer Chlorgeruch mehr aus, da ein Großteil des freien Chlors im System wieder zu Salz kombiniert wird.

Und: ein angenehmes Gefühl
Neben der Hygiene und leichten Wartung spricht zuletzt auch ein höherer Komfort beim Schwimmen für die Elektrolyse­techno­logie. Das schwach salzhaltige Schwimmbad-Wasser hat nur rund ein Zehntel des Salz­gehaltes von Meerwasser, enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente und ist daher sehr angenehm für Augen und Haut. Schwaches Salzwasser laugt die Haut nicht aus. Es ergibt sich ein hautpflegender und bindegewebsstraffender Effekt. Nach dem Baden werden durch das Abtrocknen Salz­partikel in die Haut einmassiert, die die Durchblutung fördern. Das Ergebnis: Die Haut fühlt sich samtweich und zart an. Leider haben Salzelektrolyseanlagen auch einen kleineren Nachteil, der nicht verschwiegen werden soll. Da man Salz in das Schwimmbad-Wasser gibt, wirkt diese Mischung recht korrosiv gegenüber unedlen Metallen wie Aluminium. Daher muss beim Poolbau unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Metalle, die mit dem salzigen Schwimmbad-Wasser in Kontakt kommen, von hochwertiger Qualität (Edelstahl V4A) und ausreichend korrosionsbeständig sind. Oder man verwendet am besten ausschließlich Kunststoff und/oder Beton zum Bau. Anforderungen, die aber jede qualifizierte Schwimmbad-Baufirma leicht erfüllen kann.

Autor: Rainer Englert schwimmbad-zu-Hause.de